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Fromme Weihnachten

Anerkennung darf kein Lippenbekenntnis sein

So sind wir Österreicher nicht!

Herzliche Weihnachtszeit

 

O du fröhliche, oh du selige … sollte es gerade in dieser besonderen Zeit aus allen Haushalten und Mündern klingen.

Dass sich die schwelende Diskussion über die Pandemie in dieser Zeit beruhigt, wird ein hehrer Wunsch meiner und jener Personen, die geistig im Gleichklang mit mir ticken, sein.

 

Zu sehr ist die Welt von Opportunisten in die Geiselhaft genommen worden. Man könnte auch sagen, die Zipflklatscher haben die Überhand.

Wie könnte es sonst sein, dass auf der einen Seite Maßnahmen gesetzt werden, die das höchste Gut des Menschen schützen und bewahren sollen, aber einen langsamen sozialen Tod damit auslösen. Zusätzlich wird im Parlament aber jene aktive Personengruppe, die unser weit über die Grundversorgung hinausgehendes Leben sichert, eine Maskenpause alle 2 Stunden nicht genehmigt.

 

Bevor ich beginne, diese Umstände zu vergleichen, gebe ich einen kleinen Einblick in meine Affirmationen.

Diese Mantras oder Affirmationen helfen mir, meinen Mitmenschen positiv und damit glücklich gegenüber zu treten:

  • Du wirst nicht größer, wenn du einen Anderen klein machst

  • Liebe ist das Einzige das, wenn du es teilst, mehr wird

  • Sprich kein Urteil über Menschen, wenn du nicht in ihren Schuhen gelaufen bist.

Aus tiefster Überzeugung und meiner weitblickenden, liebevollen Erziehung durch mein Triumvirat der Liebe - Oma, Tante und Mutti - kann ich Euch sagen:

Lasst Euch nicht gegenseitig ausspielen! Vereint Euch! Denkt nicht nationalistisch! Baut keine neuen Grenzen – nicht im sozialgeografischen oder im topografischen Sinne! Habt keine Angst vor dem Verlust von materiellen Gütern! Fürchtet Euch vor dem Verlust von Menschenrechten!“

 

Daher möchte ich schon kritisch auf die Tatsache eingehen, dass uns von der Politik über das Sprachrohr der Medien eine verkehrte Welt gezeichnet wird.

 

Lange Zeit schaute es so aus, dass GB und die EU keinen Vertrag über die Ausstiegsszenarien des Brexit zusammenbringen. Wie bei einer schmutzigen Scheidung entstand ein Rosenkrieg, der einer Hollywood-Inszenierung in nichts nachsteht. Wo oftmals die Kinder Opfer einer Scheidung sind, waren es hier LKW-Fahrer, die auf beiden Seiten des Kanals gestrandet sind. Die Zeit drängte so sehr, dass eine „MUTATION“ des Virus die Grenzen dicht macht. So haben abertausende LKW- Fahrer als Spielball der Politik ihre Familien zu Weihnachten nur über das Telefon gehört und ich bin überzeugt, dass es vielen der „knallharten“ Trucker die eine oder andere Träne rausgedrückt hat. Ohne Toiletten und eingepfercht in der sozialen Einsamkeit der LKW-Kabine.

Als die Verkündung eines Übereinkommens von GB und der EU kam, wurde auch ein Weg gefunden, die böse Mutation des Virus, diesmal nicht mit dem Auto aus Kroatien, sondern mit dem LKW aus GB zu importieren. Das Militär testet alle gestrandeten LKW Fahrer, damit diese wieder nach Hause kommen können.

Ein sehr guter Bericht :

https://www.tagesspiegel.de/politik/corona-tests-fuer-tausende-trucker-lkw-rollen-wieder-am-aermelkanal-aber-langer-rueckstau/26746888.html

 

 

Österreich wird hier nicht viel mitbekommen.

Wir haben im Gegensatz zum Frühjahr, als ebenfalls ein flexibler Einsatz von Transportkapazitäten gefordert war, das LKW-Fahrverbot nicht aufgehoben. All jene Fahrer die es nun geschafft haben, sich aus dem Chaos von Dover und Calais loszureißen, warteten auf den 27.Dezember um 22 Uhr, um Ihre Heimreise fortzusetzen.

 

In meiner anscheinend grenzenlosen Naivität habe ich sehr viele meiner politischen Wegbegleiter zu motivieren versucht. Danke an meinen Kollegen ,Spartenobmann des SWV- Ing. Christian Freitag, der ebenfalls einige bewusstseinserweiternde Gespräche geführt hat.

 

Viele Aussagen die wir erhielten, werden hier auf Grund einer „Eigen Zensur“ nicht geschrieben, sondern in Form von tödlichen Pfeilen in meinen Köcher des „ewigen in Erinnerung bleiben“, gesteckt. Es wird für jene Sager auch die Zeit kommen, wo das soziale Pendel zurück kommt.

 

Im selben Atemzug beschweren sich Gewerkschaften - ich nehme hier wertfrei die Gewerkschaft öffentlicher Dienst ,kurz GÖD - über erschwerte Umstände Ihrer Mitglieder.

 

In diesem Jammergesang hat die GÖD Pflichtschullehrerinnen und Lehrer einen offenen Brief an BM Faßmann geschrieben.

Details dazu finden Sie hier:

https://www.pflichtschullehrer.at/themen/briefe-bm-fa%C3%9Fmann-und-ko-w%C3%B6ginger-mehraufwand-durch-home-schooling-und-distance-learning

 

Es geht hier um Abgeltung von Datenvolumen für Videokonferenzen oder den enormen zeitlichen Mehraufwand durch Home-Schooling und Distance-Learning unter anderem durch Neugestaltung von Unterrichtsmaterialien, individuelle Betreuung aller Schülerinnen und Schüler bzw. auch deren Eltern, ständige Erreichbarkeit außerhalb der üblichen Unterrichtszeiten (Zitat Brief).

 

Eine interessante Aufstellung in einem Kurierartikel hat aufgezeigt, dass jedes Jahr laut Dienstrecht für Landeslehrer die Jahresnorm von 1776 Stunden gilt und es schon in den vergangenen Jahren jährlich Zeit gab, um die Lernunterlagen eventuell an die neuen Lehrmethoden anzupassen.

 

  • 660 Stunden für Vor- und Nachbereitung des Unterrichts

  • 792 Stunden: 22 Unterrichtsstunden, die 36 Wochen pro Jahr geleistet werden

  • 100 Stunden für "lehramtliche Pflichten" wie Konferenzen oder Sprechstunden addiert

  • 66 Stunden für Administration der Klasse (z. B. Klassenbuchführung)

  • 20 Stunden Supplierverpflichtung

  • 15 Stunden verpflichtende Fortbildung.

  • 123 Stunden sollen sich aus diverser Arbeitszeit (Planung, Kustodiate, Schulveranstaltungen) ergeben ( Auszug Artikel Kurier)

 

Im wirtschaftlichen Leben wird all jenen Personengruppen, die täglich unter einem Konkurrenzdruck stehen, immer wieder vorgebetet:

Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit“

 

Für all jene, die beim Lesen des Artikels bis hier her gekommen sind und deren Blutdruckwerte sich erhöhen, verweise ich auf meine Mantras und mein soziales Grundbedürfnis nach Gleichheit.

Ich will, dass es den Lehrerinnen und Lehrern, die tolle Arbeit leisten gut geht, jedoch als Don Quijote des Wirtschaftsmotors sehe ich es als meine Aufgabe an, jenen eine Stimme zu geben die oftmals stumm sind.

Stumm aus der Tatsache heraus, dass sie es sich nicht leisten können, eine große Veränderung in ihrem Leben herbeizuführen.

Ungenügende Ausbildung und finanzielle Abhängigkeit sind oft Schuld an einem Mangel an Optionen.

 

Daher wünsche ich mir nichts mehr als jenen „Systemerhalterinnen und -erhaltern“ die keine Maskenpause haben, keine Toiletten und geöffnete Raststätten vorfinden oder den Corona-1000er nur aus der „Heute“-Zeitung kennen, die Anerkennung zukommen zu lassen, die sie verdienen.

 

Weiters wünsche ich mir den Zusammenhalt und die Einsicht aller, dass wir demütiger sein können als in vielen anderen Ländern dieser Welt. Ein Gesundheitssystem, das jeden Stresstest bis jetzt ausgehalten hat und ein soziales Netz, das wie ein Schutzschirm über den Menschen steht.

Ein Schutzschirm ist keine Hängematte und so sind alle auch nach der Pandemie gefordert, gemeinsam unseren Rechts- &Wohlfahrtsstaat zu stärken und die Werte zurück zugeben.

Grenzen die Situationselastisch, zum Beispiel bei den Menschenrechte verschoben wurden, wieder und wieder zu hinterfragen bis wir sagen können:  "SO SIND WIR ÖSTERREICHER NICHT!"